Fußball in Armsheim - Eine Chronik

Der Aufstieg in die Bezirksklasse (frühere A-Klasse) im Jahr 2010 ist der Höhepunkt der jüngeren Vergangenheit in der Historie des Armsheimer Fußball, der stets vielen Höhen und Tiefen ausgesetzt war.

Fußball in Armsheim - was gäbe es da nicht alles zu berichten?

Denn immer war der Fußball voller Emotionen, voller Erinnerungen, voller Dramen, Siege und auch bitterer Niederlagen - wie das Leben selbst.
Für Generationen war und ist der Sonntag das "Allerheiligste", der Höhepunkt der Woche. Viele ehemalige Spieler erinnern sich oft mit Wehmut an ihre Aktive Zeit als Spieler zurück- Freundschaften entstanden, auch über Vereinsgrenzen hinweg, Ehen gestiftet und manchmal auch ganze Familien gespalten oder ewige Feindschaften begründet, teilweise sogar zwischen ganzen Dörfern.

In keiner anderen Abteilung des TSV spiegelt sich das "Auf und Ab" im Sport so deutlich wieder wie im Leben der Fußballabteilung. Keine andere wurde von Epochen und gesellschaftlichen Entwicklungen, wie z.B. dem 2. Weltkrieg so stark beeinflusst und gebeutelt wie die Fußballer des TSV.
Vom Zenit, der Zugehörigkeit zur Landesliga bis zum letzten Abstieg in die Kreisklasse in der Saison 2004/05 - alle Höhen und Tiefen hat man erlebt.

Doch eins ist der Fußball in Armsheim nie- völlig aus dem Leben verschwunden, denn die Philosophie des Vereins wird von Generation zu Generation weitergegeben: Niemals aufgeben!
(Hymne der Fußballer: "Aber eins das bleibt bestehen - der TSV darf niemals untergehen").

Immer wieder schaffte man es daher trotz der äußeren Widrigkeiten, dem Aderlass durch Abgänge zu anderen Vereinen, Sportarten, Umzug, Studium, beruflichen und familiären Gründen etc. den Fußball im TSV am Leben zu erhalten.

Das Motto des Fußball in Armsheim lautete daher aber auch: Neuaufbau und immer wieder Neuaufbau.

Was oft in der Gegenwart als sehr schmerzhafter Prozess empfunden wurde, zeigt sich im Rückblick oft als Glücksgriff, ja als "reinigender" Prozess, durch den Fehlentwicklungen korrigiert werden konnten, was dringend notwendig war, um den Fortbestand zu sichern.

Eine leider nicht aufzuhaltende Entwicklung- die mittlerweile auch bis in die untersten Klassen des Amateurfußballs vorgedrungen ist und die auch und gerade den Armsheimer Fußball durch den Abgang vieler großer Talente immer geschwächt hat - ist das Geld, sprich der "bezahlte Fußball".
Während der TSV immer aufgrund seiner besonderen Struktur vor allem die Pflege, Sanierung und Unterhaltung seiner eigenen Sportstätten als oberstes Haushaltsziel auf der Tagesordnung haben musste, waren die Vereine, auch in der direkten Nachbarschaft, mit spendablen Gönnern oder auch Sportplätzen, die im Eigentum (und damit der finanziellen Verantwortung) der Gemeinde standen, in der "glücklichen" Lage, jede DM/EURO in den Spielbetrieb zu stecken.
Wobei in diesem Zusammenhang weniger der Vorwurf an die Spieler gehen muss, sondern mehr an die Funktionäre und "großzügigen" Gönner, die den kurzfristigen Erfolg suchen, den Fußball als Bühne und Spielball von eigenen, oft zweifelhaften Interessen verstehen und aus den zahlreichen, auch regionalen negativen Beispielen (wie in der jüngeren Vergangenheit), nichts gelernt haben. Umso trauriger, dass diese Fehlentwicklungen oft nicht einmal im Nachgang richtig analysiert werden, sondern in Schuldzuweisungen und kabarettartigen Auseinandersetzungen auf der Dorfpolitischen Bühne versinken.

Der "Armsheimer Weg", aus der Not geboren, war daher immer ein anderer: Das enorme Potential an Jugendlichen und Kindern aufgrund der erschlossenen Neubaugebiete nutzen und durch kontinuierliche, sehr erfolgreiche Jugendarbeit die Abgänge im Aktivenbereich ausgleichen. Die Jugendabteilung des TSV kann daher als Schlüssel und Fundament der heutigen Entwicklung angesehen werden.

Ein Wort zu der nun folgenden Historie: Viele Erinnerungen aus dieser Zeit sind leider verschüttet gegangen, wir arbeiten aber daran die "weißen Flecken" wieder zu aufzufüllen. Jeder, der uns dabei helfen kann, ist eingeladen uns mit Texten, Zeitungsberichten oder Bildern aus den vielen Epochen zu unterstützen.

Nun viel Spaß beim lesen!


  Wir danken unseren
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1919
Der FV Armsheim wird als reiner und eigenständiger Fußballverein gegründet. Die Gründerväter waren: Ernst Feldmann, Philipp Höhler, Heinrich Best, Heinrich Gebel, Dr. Karl Durst, Johann Weintz, Karl Göttelmann, Georg Göttelmann, Ludwig Mauer, Karl Corell, Gustav Feldmann, Philipp Mössinger, Karl Hembel, Anton Mayer. Der Sportplatz befindet sich in den Schimsheimer Wiesen. 1. Vorsitzender ist Ernst Feldmann. Bis 1928 wird in der Kreisklasse gespielt. Danach ruht der Verein und der Spielbetrieb bis 1933. Als Sportplatz fungiert mittlerweile der Dreschplatz am Auerweg.
C-Klasse 1919
C-Klasse 1919     C-Klasse 1919
1934
Der Verein nimmt den Spielbetrieb wieder auf. Erste Freundschaftsspiele werden ausgetragen. Die Mannschaft spielt nun in der C-Klasse Alzey, auch erste Jugendarbeit wird betrieben. 1937 Per Verfügung werden die Vereine der Gemeinde zwangsfusioniert, dadurch Verlust der Eigenständigkeit. Man ist nun Abteilung in der TSG Armsheim.

1937-38
Jugendmannschaft wird mit 114:7 Toren ungeschlagen Kreismeister

1938-39
Die Aktiven erringen die Kreismeisterschaft der C-Klasse Alzey mit 7 Spielern aus der vorjährigen Jugendmannschaft

Kreisjugendmeister 1937/38
Die Aktiven erringen die Kreismeisterschaft der C-Klasse Alzey     Die Aktiven erringen die Kreismeisterschaft der C-Klasse Alzey
1939-45
Wegen des 2. Weltkriegs kein Spielbetrieb

1946
Der TSV beginnt als einer der ersten Vereine im Kreis mit dem Spielbetrieb. Aufgrund der langen Tradition und Spielstärke vor dem Krieg wird man in der Landesliga, die später in Bezirksklasse umbenannt wird, eingeordnet, damals die zweithöchste Klasse im gesamten Südwesten, darüber gab es 1946 nur noch die Oberliga (Ehrenliga) in der der z.B. Eintracht Trier, der FC Saarbrücken, FCK, FK Pirmasens oder Mainz 05 spielten.

Als einer von drei Alzeyer Vereinen neben dem Nachbar FV Flonheim und RW Alzey wird man in der Klasse gesetzt. Weitere Teams der Landesliga (Bezirksklasse) aus den Kreisen Mainz, Worms und Bingen aus denen jeweils 4 Teams in die Klasse gesetzt werden sind: SV Weisenau, FSV Oppenheim, Hassia Kempten, Fontana Finthen, Spvgg. Ingelheim, TSG Bretzenheim, TSG Heidesheim, Alemannia Worms, Rhenania Rheindürkheim, Blau-Weiß Worms, VfR Alsheim. Als Trainer fungiert der Namensgeber und spätere Vorsitzende, Helmut Link der zusammen mit Georg "Schorsch" Müller auch die Fußballabteilung leitet.

Als absolutes Highlight in diesem Jahr kann die Begegnung gegen eines der stärksten Teams dieser Zeit gelten: Wormatia Worms, Südwest-Oberligist, also vor Zeiten der Bundesliga die höchste deutsche Spielklasse, gastiert am 23. April 1946 in Armsheim, mit dabei auch seine damaligen "Stars" wie Josef "Seppl" Fath (damals Nationalspieler), Richard Müller, Ludwig Sattler, Karl "Bubi" Blankenberger und Ernst Vogt. Man kann nur vermuten, welche Euphorie nach dem Krieg in Armsheim bzgl. des Fußball geherrscht haben mag, ein Ausdruck dessen ist dieses Freundschaftsspiel das die Verantwortlichen auf die Beine stellen konnten auf alle Fälle. Und das in einer Zeit als es im zerstörten Nachkriegs Deutschland sicher wichtigeres gab als Fußball. Trotzdem war es wohl so wie es auch heute noch ist, Fußball als wichtigste Nebensache der Welt, die ein wenig Zerstreuung in den grauen Alltag bringt. Für die Wormatia war es das insgesamt siebte Spiel nach dem Krieg.

Der folgende Zeitungsartikel mag einen Eindruck davon vermitteln, wie es damals war (Bericht vom April 1946 aus der "WZ"):
Lehrmeister Wormatia
TSG Armsheim - Wormatia Worms 3:9 (2:5) In einem fairen und schönen Spiel sahen 1.000 Zuschauer eine gut aufgelegte und in stärkster Aufstellung spielende Wormatia durch Tore von Fath (3), R. Müller (3) Sattler (2) und Vogt erwartungsgemäß klar siegen. Die durchaus nicht schlecht spielenden Gastgeber hatten in Steffan (Ronkosek (?)) einen sehr guten Mittelstürmer, der durch zwei schöne Tore seine Schusskraft bewies. Auch die übrige Mannschaft entpuppte sich als schnell und sympathisch. Da auch Schiedsrichter Leick (Alzey) eine hervorragende Spielleitung bot (man sollte ihn in den Oberligaspielen einsetzen) dürften die teils von weit her gekommenen Zuschauer zufrieden heimgegangen sein. Als Entlohnung für das Spiel, das auf dem alten Sportplatz am "Auerweg" stattfand, erhielten die Spieler der Gäste damals je einen Zentner Kartoffeln, eine begehrte und "harte" Währung zu Zeiten der Vorwährungsreform, in der vor allem der Tauschhandel und Schwarzmarkt blühte, etwas was man sich in heutiger Zeit nicht mehr vorstellen kann.

1947-48
Hochphase: Man spielt in der Landesliga Rheinhessen,Trainer Helmut Link
Gegner u.a. SV Gonsenheim, 1817 Mainz, Alemannia Worms, Bretzenheim , BW Worms

Hochphase: Man spielt in der Landesliga Rheinhessen
1948-52
A-Klasse Rheinhessen-Süd; Abteilungsleiter sind K. Caprano und H. Junker. Die Mannschaft konnte sich mit zahlreichen Kriegsvertriebenen Schlesiern verstärken.

1952-60
B-Klasse Alzey

1953-54
Meister der B-Klasse, aber Verzicht auf den Aufstieg, da zahlreiche Spieler aus Altersgründen ihre Laufbahn beendeten

1956
Durch Fusion der TSG mit dem TV entsteht der TSV Armsheim-Schimsheim 1886 e.V., Heinz Hoppe wird Abteilungsleiter

Mannschaft in den 50er Jahren A-Jugend Kreismeister 1958/59
Durch Fusion der TSG mit dem TV entsteht der TSV Armsheim-Schimsheim 1886 e.V.     A-Jugend Kreismeister 1958/59
1958
Abteilungsleiter wird Heinrich Emrich

1960
Der Sportplatz an der Flonheimer Straße, der bis 1975 genutzt wird entsteht durch Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer und Pioniere der Bundeswehr.
Der Sportplatz an der Flonheimer Straße
1960-61
Gründung einer eigenen 1b Mannschaft, die in der C-Klasse spielt.
Zum vorerst letzen Mal (bis 2009/10) Meister der B-Klasse und Aufstieg in die A-Klasse
Junge Mannschaft (im Durchschnitt 22 Jahre), angeführt vom legendären "Teddy" Emerich, ehemaliger Oberligaspieler der 05er, erkämpft die Mannschaft den Titel.

Aufstieg A-Klasse 1960/61     TSV 1960 auf dem Sportplatz am Auerweg
Gründung einer eigenen 1b Mannschaft, die in der C-Klasse spielt     TSV 1960 auf dem Sportplatz am Auerweg
1965-66
Abstieg der Aktiven aus der A-Klasse; Abteilungsleiter wird Walter Schmitt

1968
Karl-Heinz Helmus wird Abteilungsleiter

1969/70
Abstieg aus der B in die C-Klasse

1970/71
Aufstieg in die B-Klasse, Reserveteam wird mit 99 geschossenen Toren ebenfalls Meister, A-Jugend Meister und Pokalsieger
Aufstieg in die B-Klasse, Reserveteam wird mit 99 geschossenen Toren ebenfalls Meiste
1971
Horst Schäfer Abteilungsleiter
Pokal- und Kreismeister     A-Jugend 1970/71
Pokal- und Kreismeister A-Jugend 1970/71
1974
Baubeginn des noch heute genutzten Sportplatzes am Mainzer Weg; Kosten DM 600.000, 40% davon sind Eigenmittel
Kreismeister     A-Jugend 1975/76
Kreismeister A-Jugend 1975/76
1978-79
Abstieg der Aktiven in die C-Klasse; Friedel Ammon Abteilungsleiter

1981/82
Aktive werden Vizemeister in der C-Klasse hinter der TuS Biebelnheim, der man im entscheidenden Spiel auf eigenem Platz vor einer Zuschauerrekordkulisse mit 0:1 unterliegt. Peter Hermonies löst den nach internen Querelen zurückgetreten Trainer Stock ab. Auch einige Leistungsträger (Klaus-Willi Hottum, Bernhard Hähnel) verlassen den Verein. Erfreulich: Die 2. Mannschaft wird Meister der Reserverunde, verstärkt durch zahlreiche starke AH-Spieler.

1982/83
1. Mannschaft landet nur im Mittelfeld der Tabelle. Im Jugendbereich werden erste Spielgemeinschaften mit der TG Wallertheim gebildet. Manfred Fluhr löst den zur SG Gau-Weinheim/Vendersheim abgewanderten Hermonies als Trainer ab.

1984
Im Aktivenbereich stockt die Entwicklung: Mit der TG Rommersheim bildet man daher im Aktiven Bereich eine SG, die SG Armsheim-Rommersheim, kurz "ARO" Klaus Mann ist Trainer

SG Armsheim-Rommersheim 1984
 Im Aktivenbereich stockt die Entwicklung
1986
Günter Stock ist Trainer

1987-88
Eine von vielen Vize-Meisterschaften in der C-Klasse

1988
Alfons Landgraf ist Abteilungsleiter, Bernhard Hähnel kehrt aus Nack zu seinem Heimatverein als Spielertrainer zurück

1989
Jugendfußball neu belebt: Auf dem Bolzplatz wird erstmals wieder mit Fußball für Kinder im Alter von 5 - 8 Jahren begonnen. Die Initiative des Fußballabteilungsleiters Alfons Landgraf war erfolgreich. Mehr als 20 kleine Kicker kommen ab diesem Zeitpunkt regelmäßig zu dem von ihm geleiteten Training, viele davon aus dem Neubaugebiet " Mainzer Weg". Zu diesem Zeitpunkt spielte gerade noch eine handvoll Armsheimer Jugendlicher Fußball - im Rahmen von Spielgemeinschaften und teilweise in anderen Vereinen. Im Frühjahr übernimmt Alfons Landgraf dann auch das Amt des Fußballjugendleiters, das er bis zum Jahr 2000 innehat.

1989
Jugendfußball neu belebt: Auf dem Bolzplatz wird erstmals wieder mit Fußball für Kinder im Alter von 5 - 8 Jahren begonnen. Die Initiative des Fußballabteilungsleiters Alfons Landgraf war erfolgreich. Mehr als 20 kleine Kicker kommen ab diesem Zeitpunkt regelmäßig zu dem von ihm geleiteten Training, viele davon aus dem Neubaugebiet " Mainzer Weg". Zu diesem Zeitpunkt spielte gerade noch eine handvoll Armsheimer Jugendlicher Fußball - im Rahmen von Spielgemeinschaften und teilweise in anderen Vereinen. Im Frühjahr übernimmt Alfons Landgraf dann auch das Amt des Fußballjugendleiters, das er bis zum Jahr 2000 innehat.

1991-92
Erneut Vizemeister C-Klasse, Rudi Stahl ist Abteilungsleiter

1995/96
Nachdem man mehrfach als Vizemeister knapp den Aufstieg in die Kreisliga verpasst hatte verpflichtet man vor der Saison den ehemaligen Oberligaspieler Reinhold Stumpf als Spielertrainer und ersetzte dadurch den bisherigen Spielertrainer Bernhard Hähnel (früher Verbandsliga SG Harxheim, Bezirksliga TuS Nack), der sich aber als Spieler dem Verein weiter zur Verfügung stellt. Hähnel, der getrost als einer der besten Fußballer bezeichnet werden kann, die Armsheim je hervorgebracht hat, betreute die Mannschaft als Spielertrainer seit Beginn der 90er-Jahre erfolgreich. Der Aufschwung zeigte sich auch im Umfeld, das Neubaugebiet "Mainzer Weg", eines der größten seiner Art im Landkreis, befruchtet auch den Funktionärsbereich. So wurde in dieser Zeit der Förderverein (Gründer Siggi Kauth) ins Leben gerufen, erste Schritte in Richtung Umbau der in die Jahre gekommen Sportanlage (Hartplatz) wurden getätigt.

Sportlich zeigte dieser Aufbruch Wirkung: Neben den Urgesteinen wie Jürgen Thieß, Stephan Mann, Holger Hottum, Markus Schäfer, Heiko Knewitz und Matthias Grieß, die seit Jahren das Gerüst der Mannschaft bildeten, konnte man durch Rückkehrer (Markus Hermann, Gernot Forg) oder auch erfahrene Spieler höherklassiger Vereine (Markus Ehses aus Bechtolsheim) die Mannschaft verstärken. Interessant: Es spielten auch 3 Spieler, Kriegsflüchtlinge aus Ex-Jugoslawien, in der Mannschaft, die teilweise dort in der 2. Liga Erfahrung sammeln konnten. So gelang endlich der so lange erwartete große Wurf und man wurde überlegen vor der TSG Gau-Bickelheim Meister.

Meister C-Klasse 1995/96
Der Aufsteiger spielte in der Kreisliga groß auf
1996/97
Der Aufsteiger spielte in der Kreisliga groß auf und so sah es lange nach einem Durchmarsch in die Bezirksklasse aus. Interne Querellen am Saisonende kosteten schließlich doch noch die Meisterschaft und den Aufstieg.
Jugendturnierwochen: Am Feiertag "Christi Himmelfahrt" 1996 werden erstmals wieder Kleinfeldturniere für Jugendmannschaften beim TSV ausgetragen. Bereits im Folgejahr 1997 gibt es an den von Mittwoch bis Samstag angesetzten Wettbewerben eine Rekordbeteiligung von 105 Mannschaften, von den B-Junioren bis zu den Bambinis, ergänzt durch AH- und Dorfturnier. Erstmals hat auch der FSV Mainz 05 gemeldet und nimmt mit 3 Mannschaften teil. Die Jugendturnierwoche an Himmelfahrt wird seither (nur mit Unterbrechung wegen des Sportplatzumbaus) mit großem Erfolg bis heute ausgerichtet und gilt als eine der größten und bedeutendsten seiner Art in Rheinhessen.

1997
Sepp-Herberger-Preis: Am 10. Mai 1997 überreicht der Kreisjugendleiter Heinz Hinkel im Rahmen der Jugendturnierwoche den Preis der Sepp-Herberger-Stiftung an den TSV. Die Auszeichnung wurde dem TSV für "eine besonders bemerkenswerte Jugendarbeit" verliehen.

1998/99
Der Mauchenheimer Landesligaspieler Reimund Lang (von TuS Wörrstadt) löst Reinhold Stumpf nach zwei Spielzeiten ab. Mit ihm erreicht man die nächsten Jahre Mittfeldplätze in der Kreisliga (1998/99 10. Platz- 1999/00 und 2000/01 jeweils den 6. Platz und 2001/02 einen 7. Platz).

1999
Armsheimer Jugendspieler Christian Telch wechselt in die D-Jugend des FSV Mainz 05

2000
Blütezeit des Jugendfußball, 11 Jugendmannschaften nehmen am Spielbetrieb teil.
Die A-Jugend gewinnt den Kreispokal gegen RWO Alzey und Borussia Eckelsheim. Trainer ist Alfons Landgraf, der die Mannschaft durchgängig seit 1989 betreute.

2001
Jarek Wlodarz, Thomas Schäfer und Josef Cyrannek bilden das Trio in der Abteilungsleitung.

2001
Sportplatzausschuss wird gegründet und ein offizieller Antrag auf Zuschuss für den Sportplatzneubau gestellt

SG Armsheim/Rommersheim 2001/02
2001-02
Unter Trainer Siegfried Kauth ist die Mädchenmannschaft U-14 Vizemeister in der Bezirksliga Rheinhessen, Mädchen U-16 holen in der Bezirksliga Rheinhessen den dritten Platz

2001-02
Damenmannschaft belegt in der Bezirksliga Rheinhessen unter Trainer Luis Gimenez den dritten Platz

2001-02
D-Jugend ist Meister in der der Kreisklasse Alzey, ungeschlagen und nur mit einem Unentschieden, Jarek Wlodarz ist Trainer
D-Jugend Mannschaft der Saison 2002
2002-03
Da keine Rommersheimer Aktiven mehr in der SG spielen, wird die SG ARO mit der TG Rommersheim aufgelöst, nun spielt man wieder alleine als TSV Armsheim-Schimsheim. Der ehemalige Oberligaspieler Thomas Wex aus Wallertheim übernimmt das Amt des Trainers der Aktiven von Raimund Lang (Mauchenheim). Durch die Reaktivierung einiger erfahrener Spieler kann die Spielstärke der Mannschaft stabilisiert werden. Trotz des kuriosen Saisonausfalls von nacheinander 3 (!) Torhütern kann ein guter 6. Platz erreicht werden. Jugend: C-Jugend wird Vizemeister unter Trainer Jarek Wlodarz in der Kreisliga Alzey und steigt damit in die Bezirksliga Rheinhessen auf, einer von vielen Titeln für den TSV Jugendfußball in den kommenden Jahren, der die Basis für spätere Erfolge sein wird. J. Wlodarz, Jürgen Bresa und Josef Cyrannek bilden das Abteilungsleitertrio.

2003-04
Mädchenmannschaft U-16 ist unter Trainer Siegfried Kauth Vizemeister in der Bezirksliga Nahe. Nach nur einer Saison legt Wex sein Amt als Trainer der Aktiven nieder. Das Trainerkarussell sollte sich von nun an gewaltig drehen und der Vorbote für unruhige Zeiten sein. Wex Nachfolger wird der Flonheimer Uwe Schölles, ein ehemaliger Landesligaspieler des TuS Erbes-Büdesheim. Am Schluss der Saison steht ein durchwachsener 9. Platz. Man hatte sich in Kreisen der Mannschaft deutlich mehr erhofft- nichts mehr als die Meisterschaft. Die hatte man aber deutlich verpasst: Nun stand der aktive Fußball in Armsheim vor dem Aus- insgesamt 23 Spieler (!!) der Aktiven (1.- und 2. Mannschaft) verlassen den Verein (viele davon wechseln im Block nach Schornsheim), auch der Trainer verlässt den Verein nach nur einer Saison. Eine der schwärzesten Stunden des Armsheimer Fußball ! Die Zeit des kompletten Neuaufbaus der Aktiven ist gekommen.

2004-05
Aus überwiegend eigenen Jugendspielern (Wahlspielern) und den verbliebenen Spielern bildet man unter dem neuen Spieler-(Torwart)-trainer Heiko Raab eine komplett neue Mannschaft; der Abstieg aus der Kreisliga (B-Klasse) in die Kreisklasse (C-Klasse) kann aber nicht verhindert werden. Nach wie vor erfreulich dagegen die Erfolge im Jugendbereich: Die B-Jugend wird Vizemeister (Trainer Jarek Wlodarz) in der Bezirksklasse Rheinhessen Nord. Armsheimer Jugendspieler schreiben außerdem Geschichte: Christian Telch, ein ehemaliger Armsheimer Jugendspieler, wird neuer Kapitän der A-Junioren des FSV Mainz 05

2005-06
Josef Cyrannek wird alleiniger Abteilungsleiter. Er hat die undankbare Aufgabe, das Chaos bei den Aktiven zu verwalten: Erneut muss man sich nach Raabs Abgang einen neuen Trainer suchen, diesmal ist es Herbert Müller, der aber überfordert bereits im Oktober 2005 sein Amt niederlegt. Mit dem Siefersheimer Dietmar von Langen (ehemals Spieler TuS Erbes-Büdesheim, Eintracht Bad Kreuznach) kommt endlich etwas Ruhe in den Aktiven Fußball und man belegt einen guten 6. Platz in der Kreisklasse. Die 2. Mannschaft belegt den 12. Platz in der Kreisklasse Alzey/Worms.

2006-07
Sehr erfolgreicher Saisonabschluss für die Jugendmannschaften, A-Jugend wird unter Trainer Kurt Gohla Vizemeister in der Bezirksklasse Rheinhessen West und steigt in die Bezirksliga Rheinhessen auf, die B-Jugend wird unter Trainer und Jugendleiter Jarek Wlodarz Meister in der Bezirksklasse Rheinhessen West und steigt in die Bezirksliga Rheinhessen auf, die C-Jugend belegt den dritten Platz in der Kreisliga Bingen (Trainer Andreas Kämmer). Bei den Aktiven dagegen eine Saison ohne große Höhepunkte: Die 1. Mannschaft wird 5. in der Kreisklasse Alzey-Worms, die 2. Mannschaft belegt den 12. Platz in der Kreisklasse Alzey.

1. Mannschaft der Saison 2006            

2007-08
1. Mannschaft ist Vizemeister der Kreisklasse hinter der TuS Nack, die Integration der talentierten A-Jugendspieler klappt so gut, das der jungen Mannschaft der Aufstieg in die Kreisliga in einer spannenden Relegation gegen die Wormser Vereine FSV Abenheim und Normania Pfiffligheim gelingt; Trainer ist Dittmar von Langen

2008-09
A-Jugend holt mit großem Vorsprung die Meisterschaft in der Bezirksklasse Rheinhessen West und den Kreispokal. Sie steigt damit wieder in die Bezirkliga Rheinhessen auf, Jarek Wlodarz ist Trainer.
Aktive belegen unter dem Trainer Dittmar von Langen einen guten 4. Tabellenplatz in der ersten Kreisligasaison.
Die weiterhin nur aus eigenen Jugendspielern bestehende Mannschaft besiegt als einziges Team auswärts die beiden starken späteren Aufsteiger Anadolu Spor Alzey und TuS Nieder-Wiesen.

2009-10
A-Jugend belegt einen sicheren 7.Tabellenplatz in der Bezirkliga Rheinhessen, Jarek Wlodarz ist Trainer

2010
Christian Telch (ehemaliger Armsheimer Jugendspieler) wechselt vom FSV Mainz 05 zum OFC Kickers Offenbach in die 3.Bundesliga und bekommt seinen ersten Profi-Vertrag. Am 1.Spieltag der 3.Bundesliga (23.07.2010) gibt Christian Telch sein Bundesliga Debüt. Er spielt 90 Minuten gegen 1.FC Saarbrücken.

2010 Christian Telch (ehemaliger Armsheimer Jugendspieler)
2010
Aufstieg in die Bezirksklasse Rheinhessen-Süd nach furioser Rückrunde (ohne Niederlage, nur ein Unentschieden) und Meisterschaft in der Kreisliga (B-Klasse) vor dem Favoriten TuS Wörrstadt (der verspielt im letzten Saisonspiel gegen Eppelsheim (2:3) die Tabellenführung und scheitert gegen SV Gimbsheim später auch in der Relegation), der TuS Framersheim und TuS Nack. Kurios: Ausgerechnet beim "Erzrivalen" Flonheim, die mangels Spielstätte (Platz in Armsheim wird umgebaut) ihren Platz für das letzte Spiel gegen Gabsheim zur Verfügung stellten, wird die Meisterschaft mit einem 11:0 eingefahren.

Die Mannschaft besteht nahezu vollständig aus eigenen ehemaligen Jugendspielern, Trainer ist der Ex-Profi Patric Mohr (FCK, Mainz 05). Auch in diversen Hallenturnieren (3. Platz beim VAZ Cup in Gau-Odernheim - dabei Sieg im "kleinen" Finale gegen den Verbandsligisten Ingelheim und gegen Ausrichter und Landesligisten TSV Gau-Odernheim in der Vorrunde) sowie beim hochklassig besetzten Wintercup in Spiesheim (Sieg gegen den Landesligisten SV Guntersblum) macht man auf sich aufmerksam.

Im Frühjahr Beginn der Umbauarbeiten/Sanierung der Sportanlage "Am Helmut Link Weg" von einem Hartplatz in einen Kunstrasenplatz (Ende der Baumaßnahmen Herbst 2010). Als Ausweichspielstätte während des Umbaus spielt man die Heimspiele in Spiesheim (Kunstrasen). Im September 2010 wird die neue Sportanlage mit vielen Gästen aus Politik und Wirtschaft feierlich eingeweiht. Der Beschluss zum Neubau eines Vereinsheims wird durch eine außerordentliche Generalversammlung gefasst.

2010 Aufstieg in die Bezirksklasse Rheinhessen-Süd nach furioser Rückrunde     1.Mannschaft 2009-10
2011
Die 1.Mannschaft des TSV Armsheim-Schimsheim spielte als Aufsteiger eine starke Saison in der Bezirksklasse Rheinhessen-Süd und belegte am Ende einen sehr guten 4.Tabellenplatz. Dabei zeigte unser Team oft begeisternden Fußball, den man von einer Armsheimer Mannschaft seit Jahren nicht mehr in dieser Form gesehen hat. Unser junges Team ist in der Liga schnell angekommen und hat sie mit seiner unbekümmerten Art Fußball zu spielen bereichert. Teilweise "überfuhr" der TSV die Konkurrenz regelrecht (z.B. mit dem 10:0 gegen BW Worms, oder dem 7:0 Kantersieg gegen SW Mauchenheim, der gleichzeitigen Premiere auf dem neuen Kunstrasen an der Kerb). Auf dem neuen "heiligen Rasen" fühlte sich die Mannschaft vom Trainer Patric Mohr offensichtlich wohl. Das große Zuschauerinteresse zeigte außerdem, dass man in Armsheim offenbar die Liebe zum TSV- Fußball wiederentdeckt hat. Bis weit in das letzte Saisondrittel hinein, konnte man sich berechtigte Hoffnungen sogar auf den Aufstieg in die Bezirksliga machen, dem Spitzentrio SG Nieder-Wiesen, TuS Weinsheim und Anadolu blieb man sehr lange auf den Fersen.

Durch die unglückliche 0:1 Heimniederlage gegen TSV Wonsheim am 25.Spieltag und dem Remis nur eine Woche später in Leislheim, musste man dann aber die letzen Aufstiegshoffnungen endgültig begraben. Beim letzten Heimspiel gegen SG Wiesbachtal stand die Verabschiedung des Trainers Patric Mohr und der Spieler David Jakob und Steffen Braun (beide RWO Alzey) sowie Christoph Komsthöft (SV Friesenheim), die bereits während der Saison ihren Abschied bekannt gaben, im Mittelpunkt. Auch der historische 3:1 Derbysieg gegen den Nachbar aus Wallertheim (SG Wiesbachtal) an diesem Tag ist erwähnenswert. In der Winterpause war unser Team ebenfalls erfolgreich, so gewann man das VG Hallenturnier in Wörrstadt, wurde wie im Vorjahr erneut Dritter beim hochkarätig besetzten Hallenturnier um den VAZ Cup in Gau-Odernheim und zog ins Viertelfinale des neuen Hallenturniers des Fußballgroßkreis Alzey-Worms ein (Niederlage gegen RWO Alzey). Zudem belegte man bei weiteren Turnieren immer wieder vordere Plätze. Bereits während der Saison hatte der Verein mitgeteilt, dass man den Vertrag mit Trainer Mohr nicht verlängern werde, was im großen Interesse seitens der lokalen Presse und der Öffentlichkeit mündete. Überhaupt hatte der TSV durch die furiose erste Saison derart viele positive Schlagzeilen wie noch nie zuvor, ein Zustand an den man sich in Armsheim erst gewöhnen musste. Ein Nachfolger für den scheidenden Trainer der Aktiven, der nach Bechtolsheim wechselte, stand schnell fest. Verpflichtet für die neue Saison 2011/12 wurde Christian Stelzel, bislang Trainer von TuS Wöllstein.

Die 2.Mannschaft belegte am Ende der Saison einen 8.Platz in der Kreisklasse Alzey, eine Platzierung die sicher dem Leistungsstand der Mannschaft bei weitem nicht entsprach. Die Leistungen der Mannschaft waren jedoch zu unstet, um eine bessere Platzierung zu erreichen.

Im Jugendbereich gab es leider zwei negative Highlights, mit der Abmeldung der B-Jugend aus dem laufendem Spielbetrieb und dem Abstieg der A-Jugend aus der Bezirksliga zu registrieren.

In der Jugendarbeit geht der TSV Armsheim neue Wege und gründete mit den Stammvereinen TSG Gau-Bickelheim und TG Wallertheim (SG Wiesbachtal) eine neue Jugendspielgemeinschaft. Der neue Juniorenförderverein heißt FJFV Wiesbach 2011 e.V. In den Vorstand werden auch drei Vertreter des TSV gewählt: Jarek Wlodarz (Jugendkoord.), Stephan Mann (Schriftführer) und Burkhard Walgenbach (Kasse).

Außer den zwei negativen Highlights, gab es im Juniorenbereich aber auch einen Saisonhöhepunkt mit der Vizemeisterschaft der C-Jugend, sowie die nach einjähriger Pause wieder ausgerichtete Jugendturnierwoche am Christi- Himmelfahrt und das erstmals ausgetragene hochkarätig besetzte U14 Blitzturnier mit TuS Koblenz (Turniersieger), sowie Kickers Offenbach, SV Wehen-Wiesbaden und dem Gastgeber. Ein ereignisreiches Jahr des Armsheimer Fußballs.


Tabelle Bezirksklasse Rhh Süd 2010-11     Tabelle Kreisklasse AZ 2010-11
Statistiken
1. Mannschaft 2010/11     2. Mannschaft 2010/11

2012
Die Saison 2011/12 stand für den TSV im Zeichen des personellen Umbruchs: Mit neuem Trainer Christian Stelzel (TuS Wöllstein für Mohr) ging man in die Saison, außerdem musste man den Abgang von wichtigen Spielern wie David Jakob, Steffen Braun (beide RWO Alzey) und Christoph Komsthöft (SV Friesenheim) und den berufsbedingten Ausfall von Abwehrspieler Kim Fedurek kompensieren. Zudem fiel einer der wichtigsten Spieler, Marco Klein, nahezu die gesamte Vorrunde aus. Die Umstellung auf ein neues Spielsystem und die Integration neuer Spieler brauchte seine Zeit und so gab man zu Rundenbeginn einige Punkte ab (z.B. gegen Mauchenheim, SGW, Pfeddersheim II). Mit zunehmender Saisondauer zeigte sich jedoch, dass der TSV in seiner zweiten Bezirksklassensaison nichts an Qualität eingebüßt hatte und die taktischen sowie personellen Änderungen geglückt waren- man war zeitweise bestes Rückrundenteam, hatte den stärksten Sturm der Liga und war hinter den in diesem Jahr zu starken und konstant spielenden Teams aus SV Gimbsheim (Meister),TG Westofen (Vize) und SV Horchheim II stärkstes Alzeyer Team.
In der Rückrunde folgten dann auch wieder einige denkwürdige Spiele, für die der TSV mittlerweile bekannt ist- wie bei den Siegen gegen VfL Gundersheim (9:1) und gegen TuS Biebelnheim. Zum Schluss reichte es für einen guten 5. Platz., ein Punkt hinter dem 4. TuS Biebelnheim.
Erfreulich auch, dass das Umfeld sich weiter positiv entwickelte: Mit dem "Team Budde" konnte eine Verbesserung der Organisation der Heimspiele erreicht werden, die mittlerweile Feiertagscharakter haben. Am Saisonende stand dann die Verabschiedung des ausscheidenden langjährigen und verdienten Abteilungsleiters Josef Cyrannek an- als sein Nachfolger wurde Jens Schmidt gewählt, sein Stellvertreter ist Philip Spieckermann.
Traditionell stark war man auch wieder in den Hallenturnieren in der Winterpause, so gewann man erneut das VG Turnier in Wörrstadt und konnte im Hallenturnier des Großkreis Alzey-Worms erneut bis ins Viertelfinale einziehen. Trotz oder gerade wegen der am Tag davor stattgefundenen Abschlussfahrt in die Düsseldorfer Altstadt ließ man in der Gruppenphase SG Nieder-Wiesen und den Vorjahressieger Wormatia Worms II hinter sich, scheiterte dann erst im 7-Meter-Schießen an TSV Schornsheim.

Die 2.Mannschaft hatte mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, während der Saison konnte man mit dem Wörrstadter "Kalli" Müller einen erfahrenen Trainer gewinnen, mit dem die Mannschaft deutlich mehr an Stabilität gewann. Der 11. Platz spiegelt sicher nicht ganz den Leistungsstand der Mannschaft wieder. Die Leistungen der Mannschaft waren jedoch einmal mehr im Saisonverlauf nicht konstant genug, um eine bessere Platzierung zu erreichen.

Im Jugendbereich verlief die Saison im Rahmen der Spielgemeinschaft FJFV Wiesbach (mit Wallertheim und Gau-Bickelheim) ohne größere Höhepunkte, klassenhöchste Mannschaft war die C-Jugend (Bezirksliga). Insgesamt spielen 270 (!) Spieler in 17 Mannschaften aller Altersklassen. Eine Rekordbeteiligung erlebte die Jugendturnierwoche des Fördervereins im Mai mit über 70 Mannschaften. Höhepunkt war sicher das Turnier um den "Johann-Schäfer- Wanderpokal" der U14-Teams mit dem Sieger Kickers Offenbach.

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1. Mannschaft     2. Mannschaft

Tabelle Bezirksklasse Rhh Süd 2011-12
Tabelle Kreisklasse AZ 2011-12
Statistiken
1. Mannschaft 2011/12     2. Mannschaft 2011/12
2013
Eine Szene, die diese Saison wie kaum eine andere charakterisiert und für das steht, was den TSV in dieser Spielzeit einmal mehr ausmachte: Emotionen, Gänsehaut, spektakulärer Offensivfußball und Tore - gemeint ist die 85. Min. als Alex Zwirner gegen den Lokalrivalen SG Wiesbachtal vor einer beeindruckenden Kulisse von über 350 Zuschauern das 1:0 Siegtor schoss. Danach brachen alle Dämme und Spieler, Trainer, Funktionäre, Zuschauer begruben den glücklichen Torschützen unter sich. Überhaupt war nach dem vielbeschworenen "Geist" von Wonsheim in der Rückrunde etwas unerklärliches Geschehen: Der TSV war von diesem Moment an in der Liga und im Pokal kaum mehr zu stoppen. Eben das 5:2 gegen den TSV Wonsheim, der bis dato zuhause ungeschlagen war, markierte die Wende. Gewann man in der Vorbereitung in Spiesheim noch gegen den Verbandsligisten SpVgg. Ingelheim, so konnte man den schwachen Start in die Rückrunde 2013 nicht vermeiden. Denn nach Niederlagen gegen Eintracht Herrnsheim (Trainer Stelzel: "Kann man verlieren") und SV Horchheim II (Stelzel: "Darf man nicht verlieren") herrschte Ernüchterung im TSV-Lager. Beeinflusst wurde der Fehlstart durch einen weiteren Hauptdarsteller dieser denkwürdigen Saison: das Winterwetter. Er verhinderte eine geordnete Vorbereitung, ließ Spieltage am Stück ausfallen und war evtl. dafür verantwortlich, dass der TSV am Ende doch nicht den anvisierten Relegationsplatz erreichte, also sich selbst für eine aberwitzige Rückrunde belohnte. Sogar die Meisterschaft wäre am Ende noch möglich gewesen, doch alles wenn und aber zählt nicht-es wurde ein guter 4. Platz hinter Biebelnheim, Lonsheim und Meister Herrnsheim.
In der Presse lieferte man dank der Torrekorde Schlagzeilen in Serie ab, der TSV war das Gesprächsthema unter den Fußballanhängern. Bleiben die tollen Momente, Spiele wie die gegen Wöllstein, als es 7 (!) Tore in einer Halbzeit gab, Siege in Hochheim (der Reifeprüfung der Saison), das 12:0 gegen Favoritenschreck Mauchenheim.

Und natürlich das Bonbon, der süßeste Sieg: Am 4. Juni schrieb der TSV Geschichte: Erstmals gewann man den Kreispokal des Fußballkreis Alzey-Worms durch einen spannenden 4:2 Sieg in der Verlängerung vor über 500 Zuschauern auf neutralem Platz in Gau-Bickelheim gegen den Rivalen SG Wiesbachtal aus Wallertheim, der man nebenbei im dritten Saisonspiel die dritte Niederlage beibrachte. Dieser Pokalerfolg wird sicher auch noch in einigen Jahren bei Spielern und den zahlreichen Zuschauern lebendig sein, war es doch dank des tollen Supports der Zuschauer, toller Choreografie und der Feier im Vereinslokal ein einschneidendes Erlebnis. Ein Jahr, das den geneigten TSV-Anhänger glücklich machte. Die Offensive war einmal mehr, und diesmal noch mehr, das Aushängeschild des TSV. Mit unglaublichen 92 Toren, einem absurden Schnitt von 3,3 Toren pro Spiel, dazu noch 28 Tore aus dem Pokal, war man das Maß aller Dinge der Liga, wobei die Defensive in der Rückrunde in den entscheidenden Momenten präsent war und der Garant der Siege war, auch ein Zeichen einer positiven Entwicklung. Am Schluss der Runde reichte die Kraft nicht- dem Erfolg gegen Wallertheim folgte eine bittere Niederlage in Biebelnheim, gegen die man diese Saison damit gar zweimal unterlag. Und dann glückte auch SW Mauchenheim die Revanche für das 12:0 im Hinspiel und zerstörte damit die letzten Hoffnungen auf den Aufstieg. Vielleicht war es am Schluss die fehlende Kraft nach 5 (!) englischen Wochen am Stück, notwendig aufgrund der vielen Spielausfälle und der Pokalerfolge. Oder war das Glück einfach aufgebraucht, das man für solche Situation auch braucht.
Auch die 2. Mannschaft machte an guten Tagen Spaß, zeigt guten, gepflegten Fußball und war in der Liga unter den Topteams zu finden. Das Team von Trainer Kalli Müller konnte mit dem 6. Platz sicher das Optimale aus der Saison herausholen, bedenkt man, dass man in der Rückrunde zu viele Punkte liegen ließ. Auch bei der 2ten ist die Offensive Trumpf, man stellt den viertbesten Sturm der Liga (57 Tore) und einer besten Sturmreihen der Liga mit Eduard Müller (25 Tore), der im letzen Jahr noch die Tore im Kasten des TSV 1 verhinderte, und Sven Zimmermann (10). Aber einmal mehr war es die fehlende Konstanz der Mannschaft, vor allem in den Spielen gegen die Topkonkurrenten, die notwendig ist, um ganz nach oben zu kommen. Das spielerische Potential ist bei der Mannschaft unbestritten vorhanden. Naturgemäß gab es Veränderungen im Kader durch die jeweilige Konstellation in der 1. Mannschaft, gravierend waren aber auch eher untypische und schwere Verletzungen wie des Stammtorhüters Kurt Gohla, durch die immer wieder Feldspieler das Tor hüten mussten und somit diese wichtige Position nicht immer optimal besetzt werden konnte. Nicht vergessen sollte man auch wieder die guten Hallenresultate, diesmal aber nicht ganz so erfolgreich wie in Vorjahren. Mit dem 2ten Platz im Topturnier des Fußballkreis um den VAZ-Cup in Gau-Odernheim, wo man erst dem TuS Rüssingen im Endspiel unterlag (wobei man im Halbfinale Fontana Finthen aus dem Turnier warf) hatte man sein Pulver verschossen. Im Jugendbereich erneut eine Saison ohne große Höhepunkte. Auch bei den Älteren gibt es erfreuliches zu vermelden: Im Rahmen der Turnierwoche veranstaltete man ein Ü40 Turnier, an dem auch erstmals seit Jahren eine AH-Mannschaft des TSV teilnahm, mit Erfolg und hoffentlich im nächsten Jahr mit weiteren Auftritten.
Mannschaftsbild 1. Mannschaft
Kreispokal Alzey-Worms


Mannschaftsbild 1. Mannschaft

Aktive 2013
Tabelle Bezirksklasse Alzey-Worms 2012 / 13
Tabelle Kreisklasse Alzey-Worms 2012 / 13
Statistiken
1. Mannschaft 2012/13
2. Mannschaft 2012/13
2014
Es war kurz gesagt die erfolgreichste Saison in der fast 100-jährigen Geschichte des Armsheimer Fußballs. Fast ein Dutzend Neuzugänge waren vor der Saison zu verzeichnen, der TSV war absolut Inn-der Run auf die Plätze in den beiden Teams des TSV schürte einen nie dagewesenen Konkurrenzkampf, eine oft schwierige Aufgabe für die Trainer, z.B. hatte man mit Sänger, Del Pin und Jacobi plötzlich drei überdurchschnittlich gute Torhüter für nur 2 Plätze zur Verfügung. Am Ende war aber die Tiefe des Kaders mit ein Grund für die Erfolge der beiden Mannschaften. Die 1. Mannschaft sicherte sich im letzten Heimspiel der Saison die Vizemeisterschaft gegen den direkten Konkurrenten SG Lonsheim und sollte damit in der Relegation um den dritten Aufstiegsplatz in die Bezirksliga Rhh. gegen den Vizemeister der A-Klasse Mainz-Bingen, die SpvGG Ingelheim II, also die Reserve des Verbandsligisten vom Blumengarten, antreten. Mit großen Ambitionen ging man in die beiden Spiele, zuerst standen sich die Teams am Helmut-Link-Weg gegenüber, man war nah dran, die rd. 600 Zuschauer sahen ein intensives Spiel, der Gast ging in Führung und Alex Zwirner glich noch vor der Pause aus. Chancen waren da, den TSV auf die Siegesstraße zu bringen, doch waren die Ingelheimer in den entscheidenden Situation da und so verlor man klar mit 1:3. Das Rückspiel vor rund 1.000 Zuschauern sah einen ähnlichen Verlauf, man setzte alles auf eine Karte, konnte die Führung erneut ausgleichen (Chr. Lange), unterlag am Schluss aber der spielstarken Ingelheimer Mannschaft verdient mit 1:4. Letztlich war es für alle ein Erlebnis, der Abschluss einer grandiosen Saison, die der TSV in seiner knapp 100-jährigen Geschichte noch nicht erlebt hatte.

Es war ein Jahr, in dem wieder toller Fußball geboten wurde. Denkwürdig die Spiele gegen den späteren Meister Schornsheim (3:3 zuhause und 3:2 auswärts), der tolle Sieg gegen die bis dato ungeschlagenen Gau-Bickelheimer (4:0) oder auch die beiden Erfolge gegen die SGW (6:2 und 5:1) oder der Sieg gegen Fortuna Mombach beim Spiesheimer Winter-Cup. Auch gab es nach vielen Jahren ein, wenn auch nur kurzes Wiedersehen (da der FV direkt wieder absteigen mußte), gegen die alten "Freunde" aus Flonheim-mit zwei Siegen für den TSV. Es gab aber auch negative Highlights, die die Saison unnötig spannende machte, wie die üblichen Auswärtspleiten gegen Biebelnheim, Mauchenheim, Lonsheim und die Heimniederlage gegen Gau-Bickelheim oder gar das blamable Pokal-Aus gegen SV Guntersblum II als Titelverteidiger im Viertelfinale.

Doch damit nicht genug: Hatte man an dieser Stelle beim Saisonfazit stets von einer guten Saisonleistung der 2. Mannschaft gesprochen, die jedoch die Konstanz vermissen ließ, so war genau das diesmal der Schlüssel für den größten Erfolg einer 2. Mannschaft des TSV. Mit einer grandiosen Rückrundenleistung, der besten Abwehr der Liga um Keeper und Neuzugang (TSV Wonsheim) Andreas Sänger war man an Konstanz nicht zu überbieten. Schöner Fußball, eine eingespielte Vierkette waren der Garant dafür, dass man starke Gegner wie TuS Hochheim II und SG Flomborn/Ober-Flörsheim auf die Plätze verwies. Bereits am vorletzen Spieltag feierte man dank eines Remis in Flomborn die Meisterschaft und den Aufstieg in die B-Klasse Alzey. Eine Woche zuvor hatte man in einer dramatischen Partie zuhause den Grundstein für den Erfolg durch ein spätes Remis gegen den ärgsten Verfolger Hochheim II gesichert. Das Trainergespann Achim Jung, der vor der Saison aus Wöllstein gekommen war, und Kalli Müller schafften es, die Truppe auf das Ziel einzuschwören. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache 24 Siege, zwei Niederlagen bei 24 Gegentoren (in 30 Spielen) und 87 geschossenen Toren. Die Leistung der 2ten Mannschaft ist nicht hoch genug einzuordnen, zumal die Vorrunde nicht unbedingt optimal verlief. Doch der Willen um das gemeinsame Ziel einte die Mannschaft, die Trainingsbeteiligung war auf hohem Niveau und so fuhr man verdient den Titel ein, der bei der Meisterschaftsfeier in der Wiba-Halle gebührend gefeiert wurde.

Mannschaftsbild 1. Mannschaft       Mannschaftsbild 1. Mannschaft       Mannschaftsbild 1. Mannschaft       Mannschaftsbild 1. Mannschaft      
Unsere Aktiven in Aktion


Aktive 2013 / 14
Tabelle A-Klasse Alzey-Worms 2013 / 14
Tabelle C-Klasse Alzey-Worms 2013 / 14
Statistiken
1. Mannschaft 2013/14
2. Mannschaft 2013/14


Die Liste der Trainer
(chronologisch)

Georg Müller
Helmut Link
Kurt Caprano
Heinrich Emrich
Walter Feldbausch
Horst Bernstein
Lothar Müller
Günter Geibel
Helmut Döbler
Karl Heinz Rolli (Saison 1976/77 bis 1978/79)
Hans-Peter Schütz
Günther Stock (Saison 1986/87 bis 1987/88)
Peter Hermonies
Manfred Fluhr
Klaus Mann
Bernhard Hähnel (Saison 1989/90 bis 1994/95)
Reinhold Stumpf (Saison 1995/96 bis 1996/97)
Raimund Lang (Saison 1997/98 bis 2001/02)
Thomas Wex (Saison 2002/03)
Uwe Schölles (Saison 2003/04)
Heiko Raab (Saison 2004/05)
Herbert Müller (Saison 2005/06)
Dittmar von Langen (Saison 2005/06 bis 2008/09)
Patric Mohr (Saison 2009/10 bis 2010/11)
Christian Stelzel (Saison 2011/12 bis heute)
Die Liste der Abteilungsleiter bzw. Vorsitzende des FV
(chronologisch)

Vereinsvorsitzende FV 1919 - 1937
Ernst Feldmann, Karl Corell, Hans Feldmann

Abteilungsleiter

1937 - 47       Georg Müller
1947 - 49       Helmut Link / Georg Müller
1949 - 56       Kurt Caprano, Junker
1956 - 58       Heinz Hoppe
1958 - 65       Heinrich Emrich
1965 - 66       Willi Corell (kommissarisch)
1966 - 68       Walter Schmitt
1968 - 71       Karl-Heinz Helmus
1971 - 79       Horst Schäfer
1979 - 88       Friedel Ammon
1988 - 92       Alfons Landgraf
1992 - 93       Rudi Stahl
1993 - 2001   Klaus Mann
2001 - 2012   Josef Cyrannek
2012- heute   Jens Schmidt






Sportplätze

Schimsheimer Wiesen
Am Dohlgraben ab 1923
Dreschplatz Auerweg ab 1932
An der Flonheimer Straße ab 1962
Mainzer Weg (Am Helmut Link Weg) ab 1974 (Hartplatz) ab 2010 (Kunstrasen) bis heute



Quelle:
Chronik und Festschriften "100 Jahre TSV" und "75 Jahre Fußball in Armsheim"; fortgeführt (ab 1995) und ergänzt durch Jarek Wlodarz, Thomas und Horst Schäfer

Ein besonderer Dank gilt Amandus Hill (Jahrg. 1927) und Günther Holla (Jahrgang 1931), die uns geholfen haben, die alten Bilder mit Leben, sprich den Spielernamen, zu füllen.