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Kommentar von Horst Schäfer zum Interview Schröder / Panhof
27.01.12

- veröffentlicht in der AZ-Ausgabe vom 23.01.2012 -

Ich möchte, das Interview des Spielführers der 1. Mannschaft zum Anlass nehmen, eine Bilanz zu ziehen, zu der überaus positiven Entwicklung des Armsheimer Fußballs. Beginnen möchte ich mit dem Zitat aus der Historie der Fußballabteilung auf http://www.fussball-armsheim.de/historie.html 2004  Nach der verpassten Kreisligameisterschaft der 1.Mannschaft steht der aktive Fußball vor dem Aus- insgesamt 23 Spieler der Aktiven (1.- und 2.Mannschaftspieler) verlassen den Verein. Eine der schwärzesten Stunden des Armsheimer Fußball! und gleichzeitig auf einen Auszug aus dem Interview überleiten:

.....Ich spiele jetzt seit 1996 in Armsheim, und so ist das bei den meisten. Das Team ist seit der Jugend zusammengewachsen, alle sind miteinander gut befreundet. Wir lassen uns von keinem fremdem Trainer vorschreiben, in welche Richtung der Verein steuert, denn wir sind gewissermaßen der Verein. Zwischen diesen beiden Botschaften liegen 8 Jahre und eine wahnsinnige (im positiven Sinne) Entwicklung des Armsheimer Fußballs.

Obwohl ich räumlich 300 km von den Ereignissen des Jahres 2004 entfernt gewesen bin, hat mich die damalige Entwicklung mit dem absoluten Tiefpunkt und einem in dieser Dimension nicht gekannten Aderlass mehr als betroffen gemacht. Es war schwer mit ansehen zu müssen, wie die damaligen Zeitgenossen das Vermächtnis des Vereins und dessen Ansehen mehr als schädigten. Ich habe mich damals gefragt was da passiert ist? Nach intensiven Recherchen und Kontakten auf der Gästebuchseite des Vereins im Internet bin ich zu der Überzeugung gelangt, den Grund des Tiefpunktes in einer nicht mehr vorhandenen Identifikation mit dem Verein und seinem Umfeld ausgemacht zu haben. Die damaligen Protagonisten, welche dem Verein den Rücken kehrten, schadeten mit Ihrer Entscheidung dem Verein oder um es verständlicher zu machen, der Verein war Ihnen gleichgültig geworden.

Aber wie es im Leben oftmals vorkommt, bietet ein schmerzlicher Abschied, eine Zäsur auch die Chance des Neuanfangs. Das dieser mehr als gelungen ist, wissen all die jenigen die sich mit dem Armsheimer Fußball wieder identifizieren und mit Stolz auf eine mehr als positive Entwicklung verweisen können. Diese hat nach meiner Auffassung überdies noch nicht ihren Zenit erreicht. Die vorläufige Krönung der Entwicklung im Jahre 2010, die Erringung der Meisterschaft in der Kreisliga und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksklasse Rheinhessen Süd, können sich weitere Erfolge anschließen. Nicht nur das Interview mit dem Kapitän und dem Kopf der Mannschaft Eduard Panhof bringt es zum Ausdruck was der Mannschaft noch zugetraut werden kann. Warum eigentlich nicht: Bezirksliga? Aber die Frage wie so etwas möglich war, wie so etwas vollbracht werden kann, sie darf gestellt werden. Ich versuche auch gleich eine Antwort darauf zu geben.

In Armsheim hat ein Geist gegriffen, den ich mit Identifikation (positive Wahrnehmung) des Vereins und seinem Umfeld umschreiben möchte. Der Boden auf dem so etwas gedeihen konnte, musste erst bereitet werden, für das was jetzt entstanden ist. Der Erfolg hat bekannterweise viele Väter. Zweifelsfrei gehören zu diesen unser Vorsitzender Jarek Wlodarz und Josef Cyranek. Erwähnt werden müssen auch die ehemaligen Vorsitzenden Kehr und Bopp, denn diese haben als Voraussetzung für den herrschenden neuen Geist ein hervorragende Infrastruktur geschaffen. Man spricht im Alzeyer Land wieder über den Fußball in Armsheim. Er hat überwiegend eine gute Presse. Verantwortlich dafür und die vorhandene moderne Vereinsstruktur, dafür zeichnet u.a. auch Thomas Schäfer. Natürlich gehört auch zu einer solch positiven Entwicklung die sportliche Verantwortung. So zeigt sich bereits heute, ohne die Leistungen von Patrik Mohr schmälern zu wollen, dass die Entscheidung für Christian Stelzel mehr als Richtig gewesen ist.

In Armsheim identifiziert sich der Fußballer wieder mit seinem TSV und das ist gut so und keineswegs selbstverständlich. Treffender wie Eduard Panhof es formuliert hat... denn wir sind gewissermaßen der Verein, geht es nicht. Das ist der Boden auf dem sich noch mehr entwickeln kann.

H.S.